Uhren-Glossar


Swiss Made:

Alle Uhren von Chronocentral werden in der Schweiz gefertigt, kenntlich gemacht durch den Aufdruck “Swiss Made” auf dem Zifferblatt (unterhalb der 6). Sämtliche verwendeten Uhrwerke sind ebenfalls Schweizer Herkunft.

Automatik:

Dieses System wurde im 18. Jahrhundert von Abraham Loius Perelet in der Schweiz erfunden. Die Hauptfeder wird hierbei durch die natürliche Bewegung des Armes aufgezogen.

Basierend auf dem Prinzip der Erdanziehung bzw. Gravitation dreht sich ein Rotor und überträgt seine Energie mit Hilfe einer entsprechenden Mechanik auf die Feder. Die Anzahl der Uhrenkomponenten variiert hierbei zwischen ca. 50 im Falle einer 3-Zeiger Uhr und ca. 300 im Falle eines Chronographen. Die Gangreserve einer Automatik oder selbstaufziehenden Uhr beziffert die Anzahl der Stunden bevor die Uhr stehen bleibt, sofern diese nicht mehr bewegt wird (beispielsweise 46 Stunden bei einer F-80 GMT).

Automatik-Uhrwerke erfreuen sich bei Uhren-Fans größter Beliebtheit („eine Uhr mit Seele“) und sind zudem umweltfreundlich, da hier vollständig auf Batterien verzichtet wird.

Drei Beispiele bekannter Automatik-Uhrwerke:

Rotor:

Die Schwungpendelmasse welches ein automatisches Uhrwerk aufzieht. Ein Rotor ist gewöhnlich in der Lage 360 Grad frei zu rotieren und kann die Uhr entweder nur in eine oder auch in beide Rotationsrichtungen aufziehen, wobei im letztgenannten Fall Umkehr-Getriebe zum Einsatz kommen. Oftmals wird das Logo des Uhrenproduzenten auf den Rotor graviert, auch kann der Rotor mit einem Dekor versehen sein (beispielsweise einem Genfer Streifenschliff). Sofern die Uhr über einen Sichtboden aus Saphirglas verfügt, kann man Teile des Uhrwerks und den Rotor sehen.

Tourbillon:

Der Begriff „Tourbillon“ beschreibt eine von dem Erfinder Abraham-Louis Breguet im Jahr 1801 patentierte Idee, Gangungenauigkeiten (verursacht durch den Einfluß der Schwerkraft auf den Schwerpunkt der Unruh) durch eine spezielle Mechanik zu neutralisieren. Das Ankerrad, Anker und die Unruh befinden sich auf einem Drehgestell, welches in Käfigform auf der Welle des Sekundenrades sitzt. Wie das Sekundenrad dreht sich auch dieses Drehgestell einmal pro Minute um sich selbst, deswegen spricht man auch vom Minutentourbillon. Durch dieses Prinzip werden mögliche Lagen- oder Schwerpunktfehler kompensiert. Da mit modernen Uhrwerken auch auf herkömmliche Art und Weise hohe Ganggenauigkeiten erreicht werden können, findet man das komplizierte Tourbillion nur in den exklusivsten Uhren, als Beleg für eine meisterhafte Uhrmacherkunst.

Chronograph:

Bezeichnung für eine Uhr mit zusätzlicher Stoppuhrfunktion, die in der Regel mit einem (bzw. mehreren) zusätzlichen Zeigern angezeigt wird. Externe Drücker in der Gehäusewand starten und stoppen das Zählwerk und ein weiterer Drücker setzt die Zeiger auf die Nullposition zurück.

Es gibt zwei verschiedene Gruppen von Chronographen, zum einen die sogenannten Schaltradchronographen und zum anderen Chronographen mit Kulissensteuerung. Die Steuerung der Start/Stop/Nullstellung beim Schaltradchronographen erfolgt über ein neunzähniges Säulenrad (bzw. Schaltrad). Diese sehr aufwendig zu fertigende Technik war in den 30er bis 40er Jahren sehr populär, ist heute aber aufgrund der hohen Fertigungskosten fast nur in seltenen Sammleruhren zu finden.

GMT:

Der Nullmeridian verläuft durch den Londoner Vorort Greenwich und wurde im Jahr 1884 zur Weltzeit bestimmt, daher Greenwich Mean Time (kurz GMT). Dieses Zeitmodell basiert auf Sonnenständen und stellt daher eine astronomische Zeitkonvention dar.

Mit dem verstärkten Luftverkehrsaufkommen in den 50er Jahren und den damit verbundenen Reisen in oder über verschiedene Zeitzonen, entstand ein Bedarf nach Uhren mit der Anzeigefunktion einer zweiten Zeitzone. Diese Funktion wird oft mit dem Kürzel GMT bezeichnet.

COSC:

In der Schweiz hat man seit 1979 die offizielle Chronometerprüfung COSC (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres) eingeführt.

Die COSC prüft die eingereichten Uhrwerke an verschiedenen Standorten (Labore in Genf, Biel und Le Locle) nach genauen fest definierten Richtlinien. Sofern ein Uhrwerk besonders geringe Gangabweichungen (sowohl lage- als auch temperaturabhängige Konstanten spielen dabei eine Rolle) aufweist, bekommt es die offizielle COSC Zertifizierung. Man spricht dann offiziell von einem Chronometer.

Mohs:

Der deutsche Geologe Friedrich Mohs hat Anfang des 19. Jahrhunderts verschiedene Minerale auf ihren Härtegrad hin untersucht und entsprechend eingeordnet. Heute werden Materialhärten mit Zahlen von 1 bis 10 auf der sogenannten Mohs`schen Skala beziffert, wobei 10 als die maximale Härte gilt. Mohs (MOH) ist eine weltweit anerkannte Einheit zur Darstellung von Materialhärte. Diamant stellt derzeit das härteste bekannte Material dar (10 MOH), dicht gefolgt von Saphir (9 MOH), Keramik (8-9 MOH) und Stahl (7-8 MOH). Titan wird bei 6 und 24K Gold bei 2,5 eingestuft.

Titan:

Titan ist ein Metall, welches sich besonders durch seine Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit und sein geringes Gewicht auszeichnet. Es ist zudem sehr temperaturbeständig und dehnbar, wodurch es für viele Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt, aber auch Medizintechnik eingesetzt wird. Aufgrund des komplizierten Herstellungsprozesses ist Titan aber fast zehnmal so teuer wie herkömmlicher Stahl.

Titan wird in letzter Zeit auch vermehrt im Uhrenbau (insbesondere bei sportlichen Uhren mit modernem Aussehen) für Uhrengehäuse verwendet. Ein Vorteil für Allergiker ergibt sich aus der Tatsache, dass Titan völlig nickelfrei und dadurch auch antiallergisch ist.

Keramik:

Spezielle Formen der Keramik sind ähnlich robust, bruchsicher und kratzfest wie Diamant, können noch dazu in beliebigen Farben produziert werden und stellen somit geradezu einen idealen Werkstoff zur Uhrenherstellung dar.

Aufgrund dieser Vorzüge hat Keramik im Uhrenbereich als Material von Gehäusen, aber primär von Lünetten stark an Bedeutung gewonnen. Hierbei kommen völlig neuartige, extrem beständige und widerstandsfähige Formen von Keramik zum Einsatz. Selbst Rolex hat beispielsweise die Produktion seiner Lünetten bei der GMT-Master II mittlerweile auf kratzfeste Keramik umgestellt.

Tungsten:

Das chemische Element Wolfram (englisch „Tungsten“) ist ein glänzendes Schwermetall von hoher Dichte, welches zu den sogenannten Übergangsmetallen zählt. Wolfram besitzt von allen reinen Metallen den höchsten Schmelzpunkt und verdankt daher auch seine Verwendung als Glühwendel in Glühlampen. Poliert ist Wolfram hoch glänzend und extrem kratzfest, Wolfram (bzw. Wolframcarbid) ist fast 10 mal härter als Gold und bis zu 5 mal härter als Werkzeugstahl. Auf der Mohs-Skala erreicht es Werte zwischen 8 und 9. Neben der hohen Dichte und seiner Hitzebeständigkeit ist Wolfram auch für seine ungewöhnliche Zugfestigkeit sowie seine chemische Widerstandsfähigkeit (bzw. Korrosionsbeständigkeit) bekannt.

Kautschuk:

Kautschuk gibt es in natürlicher Form (sog. „Naturkautschuk“) und in künstlicher Form (synthetischer Kautschuk), wobei der Gesamtbedarf an Kautschuk aus Kostengründen zu fast 60% vom synthetischen Kautschuk abgedeckt wird. Kautschuk erfreut sich in letzter Zeit auch immer häufiger als Werkstoff für Uhrenarmbänder. Im Bereich Luxusuhren konnte der Italiener Carlo Crocco mit der Einführung schwarzer Naturkautschuk-Armbänder für Aufsehen sorgen. Die "Hublot" (übersetzt: Bullauge) genannten Modelle seiner Marke MDM wurden mit diesen Armbändern ausgestattet und haben eine moderne Brücke zwischen Gold und Kunststoff geschlagen. 

Alligatorleder:

Es handelt sich bei den angebotenen Armbändern um ein hochwertiges echtes Alligatoren Leder, welches von Zuchtfarmen aus Louisiana - USA stammt (konform mit dem internationalen Artenschutzabkommen). Durch eine spezielle Zurichtung erhält das Leder eine seidenmatte Oberfläche und ist dadurch widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und andere äußere Einflüsse.

Saphirglas:

Synthetisch hergestellter Saphirkristall ist heutzutage das Basismaterial erster Wahl für die Produktion von Uhrgläsern hochwertiger Uhren. Es besitzt mit Härte 9 auf der Mohs-Skala eine erheblich höhere Kratzfestigkeit (und Bruchfestigkeit) als Mineralglas. Nur ein echter Diamant (Mohs-Härte 10) kann in diesen Punkten Saphirglas übertreffen.

In den meisten Fällen werden diese Art von Uhrengläsern noch zusätzlich entspiegelt, um den Komfort beim Ablesen unter ungünstigen Lichtbedingungen zu erhöhen.

Gold:

18K Gold (auch „Gold 750“ genannt) setzt sich zusammen aus 75 % Gold sowie aus Silber und/oder Kupfer. Oftmals enthält es auch Legierungszusätzen wie z.B. Cadmium, Nickel, Palladium oder Zink. Gold ist sehr anlaufbeständig und eignet sich dadurch vorzüglich zur Herstellung von Schmuck, es ist faktisch nur durch „Königswasser“ angreifbar und gegen jegliche Säuren resistent.

18K Gold ist außerdem sehr gut zu verarbeiten, was es besonders für komplexe Uhrengehäuse und Teile interessant macht. Eine satte und attraktive Farbpalette (je nach Legierung), sowie angenehmer Glanz sind weitere Aspekte, die dieses Gold in der Schmuckindustrie etabliert haben.

Rotgold:

Eine Legierung aus folgenden Anteilen wird als „Rotgold“ bezeichnet: 58% Gold (Au), 38% Kupfer (Cu), 4% Silber (Ag) bis 75% Gold (Au), 25% Kupfer (Cu)

Edelstahl:

Im Normbereich liegt der Chromgehalt von rostfreiem Edelstahl bei mindestens 10,5%. Abgesehen von Chrom finden sich häufig Nickel (Ni), Molybdän (Mo) oder Mangan (Mn) bzw. Vanadium und Stickstoff. Jede Legierung hat seine ganz spezifischen Eigenschaften, so macht Chrom den Stahl z.B. korrosionsbeständig (bzw. rostfrei), Molybdän kann diese Eigenschaft sogar noch verstärken.

Nickel hingegen macht den Stahl widerstandsfähiger gegen Säuren und Vanadium kann die Legierung verfeinern und so die Verarbeitungsfähigkeit erhöhen.

Im Uhrenbau setzt man häufig auf den hochwertigen Edelstahl 316L, auch bekannt als „Chirurgischer Stahl“. 316L enthält Chrom und Nickel. Neben guter Korrosionsbeständigkeit ist dieser Stahl auch für seine antiallergischen Eigenschaften bekannt.

PVD:

PVD ist die englische Abkürzung für "Physical Vapour Deposition" (auch bekannt als Vakuumionisation). Durch das aufwendige Verfahren der Vakuumionisation lassen sich verschiedenste Materialien bedampfen, z.B. Stahl, Aluminium, Gold, Silber, Platin, Zinn, Nickel, Chrom etc. Im Detail werden hierbei Ionen-Teilchen aus dem ursprünglichen Material der Uhr durch Teilchen anderen Materials (zumeist auch andersfarbig) ersetzt. Gegenüber den herkömmlichen Verfahren weisen die mit PVD-beschichteten Materialien hervorragende Schichteigenschaften auf, so wird die Härte der Oberfläche auf das 2- bis 4-fache Härte von gehärtetem Stahl gesteigert, zudem bleibt die Oberflächenstruktur erhalten. Je nach Anwendung lässt sich eine sehr glatte Oberfläche erzielen, bei gleichzeitig hoher Dichte und Homogenität

Lumineszierende Zeiger / Ziffern:

Grundsätzlich lassen sich Indices, Ziffern und Zeiger mit Superluminova beschichten, so dass auch ein Ablesen bei völliger Dunkelheit möglich wird. Luminova ist eine Leuchtfarbe, die von der japanischen Firma Nemoto entwickelt wurde. Hervorzuheben an dieser Leuchtfarbe ist der Umstand, dass sie im Gegensatz zu älteren Leuchtfarben keine radioaktiven Inhaltstoffe enthält. Die schweizer Firma Tritec hat mit dem Leuchtmittel Superluminova (Super-LumiNova) eine Weiterentwicklung des Luminova auf den Markt gebracht. Super-LumiNova wird durch Umgebungslicht (Sonnen- oder künstliches Licht) zum Leuchten angeregt und kann dann bis zu 10 Stunden nachleuchten. Da sich dieser Vorgang ohne chemische Reaktionen abspielt, hat diese Form des Leuchtmittels keine eingeschränkte Lebensdauer.

Guilloché:

Als Guillochierung bezeichnet man eine Oberflächenverfeinerung bei Uhrenzifferblättern, dargestellt werden Ornamente und Muster aus sich kreuzenden Linien (gerade und gebogen), die maschinell oder auch von Hand eingraviert werden. Man findet diese aufwendige Verzierung vornehmlich auf Zifferblättern und Gehäusen aus Silber oder Gold, also zumeist nur im hochwertigen Uhrensegment.

Côtes-de-Genève:

(auch: „Genfer Streifenschliff“ oder „Genfer Streifen“) So wird ein Zierschliff aus breiten, geraden Streifen auf Uhrwerken bezeichnet, in Ausnahmefällen kommt dieser auch bei anderen Uhrenteilen vor. Dieses Dekor wird zumeist auf dem Rotor hochwertiger (Automatik) Luxusuhren verwendet.